Interreligiöse Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung zum 1. Todestag von Aamir Ageeb am 28.5.2000
StudentInnenvertretung
KSFH München, Presseerklärung,
12.05.2000
Interreligiöse
Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung zum 1. Todestag von Aamir Ageeb am
28.5.2000
Am 28.5.99 starb der Sudanese
Aamir Ageeb bei seiner Abschiebung von Frankfurt nach Karthum in einer Lufthansa-Maschine
durch die Hände von deutschen BGS-Beamten. Nach Aussage der Staatsanwaltschaft
Frankfurt ist die Todesursache "Erstickungstod durch massive Einwirkung von
Gewalt" (ai-journal 11/99).
Ageeb wehrte sich gegen
seine Abschiebung in den Sudan aus Angst um sein Leben. Der Sudan wurde bereits
mehrere Male von den UN wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilt. Einer von
Ageebs Brüdern kam im Bürgerkrieg im Sudan ums Leben, ein anderer saß als politischer
Häftling im Gefängnis.
Mit der Gedenkveranstaltung
zum 1. Todestag von Aamir Ageeb wollen wir auf die menschenunwürdige deutsche
Abschiebepraxis aufmerksam machen, die jederzeit den Tod weiterer Menschen zur
Folge haben kann. Aus Deutschland werden laufend Menschen in alle Welt abgeschoben,
auch in Länder, in denen ständig Menschenrechtsverstöße begangen und von der
UN und Menschenrechtsorganisationen dokumentiert werden.
Die Veranstaltung beginnt
am Sonntag, 28. Mai 2000 um 17.00 Uhr und läuft wie folgt ab:
| 17.00 Uhr,
Marienplatz |
Interreligiöses
Gedenken an Aamir Ageeb mit VertreterInnen der deutsch-islamischen Gemeinschaft,
der katholischen und der evangelischen Kirche |
| 18.00 Uhr
|
Trauerzug
zum bayerischen Innenministerium |
| 18.30 Uhr,
Innenministerium |
Abschlußveranstaltung
mit Kranzniederlegung. |
Ausführliches Informationsmaterial
zum Fall Ageeb und zur Aktion finden Sie auf der Web-Site zur Aktion unter http://www.aamir-ageeb.de.vu
Eine Dokumentation desselben
Inhalts senden wir Ihnen auf Anforderung auch gerne zu.
Kontakt:
StudentInnenvertretung
Katholischen Stiftungsfachhochschule München
Abteilung München
Preysingstr. 83
81667 München
Tel: 089/48092261
Fax: 089/4801907
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Thal